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Welche Pflege ist bei Rosacea-anfälliger Haut geeignet?
 

Fälle von Rosacea, Couperose und perioraler Dermatitis nehmen in der Praxis zu - trotz oder möglicherweise auch wegen intensiverer Hautpflege. Diesbezüglich verlässliche Statistiken liegen jedoch nicht vor.

Ursachen der Rosacea

  • Störungen des Immunsystems durch Cathelicidin-spaltende Proteasen. Bei Rosacea werden in der Regel vermehrt Fragmente dieser Signalmoleküle gefunden. Dadurch werden fakultativ pathogene Bakterien begünstigt.
  • Die entzündliche Form ist trotz höherer Expression mit der Abnahme antimikrobieller Peptide (Cathelicidine) durch korrespondierende Serin-Proteasen verbunden.
  • Fettreiche Hautpflege bietet den anaeroben, d. h. ohne Luftsauerstoff auskommenden Bakterienstämmen (insbesondere Propionibacterium acnes und Staphylococcus epidermidis) ideale Lebensbedingungen.
  • UV-Belastungen sind ein Co-Faktor bei der Entstehung der Rosacea.
  • Demodex-Milben können entzündliche Reaktionen provozieren.
  • Rosacea-Patienten klagen häufig über die Unverträglichkeit hypertoner Hautpflegeprodukte - meist sind dies Öl-in-Wasser-Emulsionen. Analog wird Schweiß - insbesondere in eingetrockneter Form - nicht vertragen. Die Haut kann osmotische Druckunterschiede nicht ausgleichen.

Gegenüberstellung Rosacea - Couperose

Rosacea

  • Gefäßerweiterungen
  • Instabile Kapillaren
  • Bindegewebsschwäche
  • Entzündlich („offen")
  • Hohe osmotische Empfindlichkeit

Couperose

  • Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien)
  • Instabile Kapillaren
  • Bindegewebsschwäche
  • Nicht-entzündlich („geschlossen")
  • Geringe osmotische Empfindlichkeit

Über Details wurde mehrfach berichtet:

Geeignete Wirkstoffkonzentrate für die Hautpflege sind neben möglichst geringen Mengen fettender Cremes:

  1. Teint-Pflegeliposomen Plus: Tranexamsäure (Antifibrinolytikum) reduziert Hautrötungen und unterstützt die Regeneration.
  2. Liposomenkonzentrat Plus: Azelainsäure wirkt als 5-Alpha-Reduktasehemmer antibakteriell; Linolsäure bildet durch die körpereigene 15-Lipoxygenase einen entzündungshemmenden Metaboliten.
  3. Boswellia-Nanopartikel: Boswelliasäuren hemmen hauteigene Proteasen und die entzündungsauslösende 5-Lipoxygenase.
  4. Mäusedorn-Serum: Saponine stabilisieren oberflächennahe Gefäße und das Bindegewebe.
  5. Echinacea-Extrakt: Echinacea mildert Rötungen bei Couperose. 
  6. Vitamin-B-Liposomenkonzentrat: Niacinamid (Vitamin B3) unterstützt die Regeneration und besitzt entzündungshemmende Eigenschaften.

Es kann nicht vorausgesagt werden, welche Kombination individuell die besten Pflegeeigenschaften bei Rosacea hat. Im Zweifelsfall sollten (1), (2) und (3) pur eingesetzt werden und die Wirkstoffe (4), (5) und (6) Schritt für Schritt ausgetestet werden. Der Einsatz aller Wirkstoffe zusammen ist weniger zu empfehlen, da dadurch die einzelnen Dosierungen naturgemäß niedrig sind. Gemäß Hautanalyse können weitere, in den obigen Publikationen genannte Wirkstoffe verwendet werden.

Bemerkungen

  • Peelings mit Reibekörpern, Frucht- und anderen Säuren, Kräuterextrakten ("Kräuterpeeling") oder Mikrodermabrasion sind in der Regel kontraproduktiv.
  • Massagen können im Einzelfall - fachgerecht ausgeführt - helfen, das Bindegewebe zu konditionieren.

 

Dr. Hans Lautenschläger


Bitte beachten Sie: Der vorliegende Beitrag stellt den Wissensstand zum Zeitpunkt des Revisionsdatums dar.

 
 
 
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Revision: 07.04.2015